Wichtig ist, dass Sie den Verband am Tag der Operation sowie die erste Nacht hindurch konsequent tragen, damit Sie nicht versehentlich am Auge reiben können. Am Tag nach der Operation wird der Verband abgenommen und das Auge vom Augenarzt untersucht. Nach der Abnahme des Verbands ist das Sehen oft noch nicht ganz klar. Dies liegt daran, dass das Auge nach der Operation natürlicherweise immer etwas gereizt und oberflächlich geschwollen ist. Zudem befindet sich noch Salbe im Auge. In der Regel verursacht der Heilungsverlauf nach der Staroperation keine nennenswerten Probleme und ist nach 6–8 Wochen endgültig abgeschlossen.
Verband
Im Regelfall muss der Verband nur in der ersten Nacht getragen werden. Sie können den Verband am nächsten Tag selbst entfernen oder auch bis zum Besuch beim Augenarzt belassen. Am besten belassen Sie den Verband am Auge bis zur ersten Kontrolle bei Ihrem Augenarzt.
Augentropfen
Wichtig ist, dass Sie die verordneten Augentropfen sehr zuverlässig eintropfen. Wie lange und wie oft wird Ihnen Ihr Augenarzt mitteilen. Sollten Sie nicht sicher sein, ob ein Tropfen ins Auge gelangt ist, können Sie ohne Weiteres noch einen Tropfen nachgeben. Da das Auge nur eine bestimmte Menge an Flüssigkeit aufnehmen kann, laufen überschüssige Augentropfen aus dem Auge heraus. Sie müssen also keine Angst vor einer Überdosierung haben.
Kontrolluntersuchungen
Wenn Sie ambulant operiert worden sind, empfehlen wir immer eine augenärztliche Kontrolle am ersten Tag nach der Operation. Wann und wie häufig anschließend Kontrolluntersuchungen nötig sind, richtet sich nach dem Heilungsverlauf und wird Ihnen von Ihrem Augenarzt individuell empfohlen. Sind Sie stationär operiert worden, sollten Sie Ihren Augenarzt auf jeden Fall innerhalb der ersten Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus aufsuchen.
Berührung des Auges
Sie sollten vermeiden während der ersten Wochen direkten Druck auf das Auge auszuüben oder das Auge zu reiben. Eine leichte Berührung des Auges ist aber kein Grund zur Besorgnis.
Wasser, Schwimmen, Sauna
Dem normalen Waschen des Gesichts und dem Haarewaschen steht bereits wenige Tage nach der Operation nichts mehr im Wege, solange Sie behutsam vorgehen. Sie sollten nur in den ersten Wochen so weit wie möglich vermeiden, das Auge mit Seife in Berührung zu bringen.
Gehen Sie bitte wegen der Infektionsgefahr für 4 Wochen nicht Schwimmen oder in die Sauna!
Schminke, Kosmetika
Wir empfehlen, in den ersten 3-4 Wochen nach der Operation auf Schminke oder Kosmetika im Augenbereich ganz zu verzichten.
Autofahren
Ob und wann Sie nach der Operation wieder Auto fahren dürfen, hängt von Ihrer Sehschärfe ab. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Augenarzt.
Körperliche Aktivität
Vermeiden Sie in den ersten 3 Wochen nach der Operation körperliche Anstrengung, bzw. sportliche Aktivität. (z.B. Gartenarbeit, Tennis, Joggen, Kegeln, Bodybuilding, etc.)
Dies bedeutet, dass Sie sich zumindest in normalem Umfang auch bücken oder Gewichte tragen dürfen.
Nur extreme Aktivitäten in dieser Hinsicht sollten Sie vermeiden.
Sollten Sie dabei am operierten Auge einen Druck verspüren oder sollte das Auge schmerzen, müssen Sie die Aktivität sofort beenden.
Beschwerden
Sehr aufmerksame Patienten können in der ersten Zeit nach der Operation manchmal ein Flimmern oder Zittern des Bildes am operierten Auge bemerken, was durch ein „Wackeln” der Kunstlinse bedingt ist. Auch kann die Kante der Linse bei Lichteinfall aus einem bestimmten Winkel feine halbmond- oder sichelförmige Reflexe hervorrufen. Diese Symptome sind völlig harmlos und verschwinden nach komplettem Einwachsen der Kunstlinse praktisch immer. Sollte das Auge in der ersten Zeit nach der Operation kratzen oder ein stärkeres Fremdkörpergefühl bestehen, so ist dies auch keinerlei Grund zur Sorge. Diese Beschwerden kommen meist vom Operationsschnitt oder weil die Augenoberfläche durch die kortisonhaltigen Augentropfen trocken wird. Sie vergehen nach einiger Zeit ganz von selbst. Künstliche Tränen, als Augentropfen oder Augengel, können in der ersten Zeit die Lästigkeit der Beschwerden lindern.
Sehvermögen und Brille
Ihr Sehvermögen kann sich nach der Operation noch verändern, da die neue Linse erst in ihre endgültige Position „einwachsen” muss. Der Verwachsungsprozess der Linse ist spätestens etwa 6–8 Wochen nach der Operation abgeschlossen. Dann kann die neue Fern- und/oder Lesebrille bestimmt werden. In besonderen Situationen kann man unmittelbar nach der Operation bereits ein vorläufiges Brillenglas verordnen. Weil ein solches Glas ungenau ist und schon nach vergleichsweise kurzer Zeit nicht mehr „passt”, wird man dies aber nur in Einzelfällen tun. Wenn man in der Zeit bis zur Verordnung der endgültigen Brillenkorrektur entweder die alte Brille oder auch gar keine Brille trägt, ist dies für das Auge nicht schädlich. Man kann es so handhaben, wie es einem selbst am angenehmsten ist.